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    <title>The Daily Dispatch – International</title>
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    <description>Tägliche Nachrichten, recherchiert und geschrieben aus den Gesprächen, die sich lohnen.</description>
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    <lastBuildDate>Sun, 01 Nov 2026 10:08:52 +0000</lastBuildDate>
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      <title>CrowdStrike: China-nahe Hacker greifen mit KI-Agenten über 200 Organisationen an</title>
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      <description>Die Gruppe VAPOR PANDA hat laut CrowdStrike innert elf Tagen Ministerien, Telekomfirmen und Pharmakonzerne ins Visier genommen, gesteuert von KI-Agenten auf Basis von DeepSeek. Neun Einbrüche sind bestätigt.</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Eine chinesische Hackergruppe hat innert elf Tagen mehr als 200 Organisationen weltweit angegriffen und dabei weitgehend auf autonome KI-Agenten gesetzt. Das berichtet das US-Sicherheitsunternehmen CrowdStrike in einem am 29. Oktober veröffentlichten <a href="https://www.crowdstrike.com/en-us/blog/vapor-panda-uses-artex-to-scale-global-campaign/">Bericht seines Teams für Counter Adversary Operations</a>. CrowdStrike ordnet die Kampagne der Gruppe VAPOR PANDA zu, einem Akteur mit China-Bezug, den das Unternehmen seit 2021 verfolgt. Der Bericht spricht von einer «Eskalation» im Einsatz von KI-Agenten durch China-nahe Angreifer.</p>
<h2>Was CrowdStrike beobachtet hat</h2>
<p>Die Kampagne begann laut CrowdStrike am 17. Oktober 2026. Ein einzelnes Steuerungssystem des KI-Frameworks ARTEX richtete sich in den folgenden elf Tagen gegen mehr als 200 Organisationen in mindestens 14 Ländern. Bei neun Organisationen bestätigte CrowdStrike ein tatsächliches Eindringen mit anschliessender Aktivität im Netz, bei mindestens zwölf weiteren gab es Versuche, Zugangsdaten zu erraten oder abzugreifen, darunter bei US-Denkfabriken und europäischen Regierungsstellen. Die Zahl 200 bezeichnet also Ziele, nicht erfolgreiche Einbrüche.</p>
<p>Kompromittiert wurden laut dem Bericht unter anderem Telekommunikationsanbieter in den USA, Belgien und auf den Philippinen, ein Innenministerium im Nahen Osten und Aussenministerien in Lateinamerika. Im Visier standen zudem Präsidialamt, Regierungschef und mehrere Ministerien eines europäischen Landes sowie, wie <a href="https://securityboulevard.com/2026/10/chinese-hackers-use-deepeesk-ai/">Security Boulevard</a> zusammenfasst, 19 US-Organisationen aus Pharma, Halbleitern, Kernenergie, Finanzen und Verteidigung. Bei Regierungsstellen in Lateinamerika und im Nahen Osten installierten die Angreifer die bekannte Hintertür BLOODALCHEMY.</p>
<h2>Agenten mit menschlichem Dirigenten</h2>
<p>Technisch neu ist die Arbeitsweise. ARTEX, ein quelloffenes Agenten-Framework, lässt einen Hauptagenten untergeordnete Planungs- und Ausführungsagenten koordinieren, die ihre Erkenntnisse in einer gemeinsamen Datenbasis ablegen. Als Sprachmodell diente laut CrowdStrike in erster Linie das chinesische Modell DeepSeek, ergänzt durch ein zweites, kommerzielles Abo-Modell, das CrowdStrike nicht identifizieren konnte. Allein in einem Einbruch verbrauchten die Planungsagenten rund 1,4 Milliarden Eingabe-Tokens. Ein Vorwurf an den Hersteller von DeepSeek ist damit nicht verbunden; der Bericht behandelt das Modell als Werkzeug der Angreifer.</p>
<p>Ganz ohne Menschen lief die Operation nicht. Ein Bediener gab den Agenten Anweisungen auf Chinesisch, etwa Webshells zu schreiben, Passwörter von Domänenadministratoren zu extrahieren oder Rechner ohne den CrowdStrike-Sensor «Falcon» aufzuspüren. Er führte mehrere Angriffe parallel und griff vor allem an Entscheidungspunkten ein. Für VAPOR PANDA sei es der erste beobachtete Einsatz KI-gestützter Angriffswerkzeuge, schreibt CrowdStrike. Dieselbe Software wurde bereits von anderen Forschern unter der Bezeichnung Storm-0940 einem weiteren Akteur zugeordnet, was darauf hindeutet, dass mehrere China-nahe Gruppen das Werkzeug übernehmen.</p>
<h2>Was der Podcast sagt</h2>
<p>Im amerikanischen Nachrichtenpodcast «Evening Wire» von The Daily Wire vom 30. Oktober (im Feed von «Morning Wire») wurde die Meldung als «massive» KI-gestützte Hackeroperation mit Verbindungen zur chinesischen Regierung vorgestellt. Die Sendung zitierte einen Vizepräsidenten von CrowdStrike, der gegenüber NBC News gesagt habe: «Es ist das erste Mal, dass wir sie KI oder agentische Fähigkeiten in grossem Massstab einsetzen sehen.» Dies sei ein Trend, der sich fortsetzen werde. Der Name des Managers wurde nicht genannt, und der Wortlaut liess sich nicht überprüfen, da der <a href="https://www.nbcnews.com/tech/security/china-linked-hackers-used-ai-target-200-organizations-crowdstrike-says-rcna606343">NBC-Artikel</a> hinter einer Bezahlschranke liegt. Inhaltlich deckt er sich mit dem Bericht, der es für sehr wahrscheinlich hält, dass China-nahe Angreifer in den nächsten zwölf Monaten weiter auf Agenten-Frameworks setzen.</p>
<h2>Klartext</h2>
<p>Der Fall zeigt, wie stark KI die Kosten eines Angriffs senkt: Was früher ganze Teams beschäftigte, steuert nun ein einzelner Bediener. Für Unternehmen und Behörden heisst das, dass die Grundhygiene, also das Wechseln kompromittierter Schlüssel, das Schliessen bekannter Lücken und lückenlose Überwachung aller Rechner, wichtiger wird als jede neue Regulierung. Zu beachten ist auch, dass die Angaben von einem Sicherheitsanbieter stammen, der seine eigenen Produkte verkauft; unabhängige Bestätigungen der Zuordnung zu China fehlen bisher. Dass staatsnahe Akteure aus China Ministerien, Telekomnetze und Hochtechnologie ins Visier nehmen, passt jedoch zu dem, was westliche Dienste seit Jahren dokumentieren.</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 01 Nov 2026 07:05:05 +0000</pubDate>
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